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Vorteile der Psycho-Physiognomik in der Personalselektion

  • Autorenbild: Markus Straubinger
    Markus Straubinger
  • 30. März
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 2. Apr.



Psycho-Physiognomik wird als hilfreiches Instrument verstanden, um Menschen differenzierter wahrzunehmen. Sie unterstützt dabei, äußere Merkmale, Ausdruck und Verhalten genauer zu beobachten und daraus Hinweise auf Persönlichkeit, Kommunikationsstil und mögliche Stärken abzuleiten.

Ein Vorteil liegt darin, dass sie die Aufmerksamkeit für nonverbale Signale schärft. Wer lernt, genauer hinzusehen, nimmt oft feine Unterschiede in Mimik, Haltung und Auftreten bewusster wahr. Das kann im Gespräch, in der Beratung oder in der Führung nützlich sein, weil Menschen nicht nur über Worte, sondern auch über ihr Verhalten und ihre Ausstrahlung wirken.

Ein weiterer Vorteil ist die Förderung der Beobachtungsgabe. Psycho-Physiognomik regt dazu an, Menschen nicht vorschnell zu beurteilen, sondern aufmerksamer und strukturierter wahrzunehmen. In diesem Sinn wird sie von manchen als Ergänzung zu anderen Methoden gesehen, etwa in Kommunikation, Coaching oder der Perso-nalentwicklung.

Die Ausdruckspsychologie sollte stets verantwortungsvoll und niemals wertend eingesetzt werden. Sie gibt einen wertvollen Impuls für eine differenzierte Men-schenbeobachtung. Dabei sehe ich die Beobachtung des Menschen als ein Mosaik: Die Physiognomie verstehe ich dabei als einen wichtigen Mosaikstein innerhalb eines ganzheitlichen Gesamtbildes. Ergänzend ziehe ich den Baumtest, die Graphologie und den Gießentest heran. Diese einzelnen Mosaiksteine ermöglichen gemeinsam ein umfassenderes Verständnis eines Menschen. Mimik, Gestik, Körpersprache sowie das persönliche Gespräch runden den Gesamteindruck zusätzlich ab und erweitern die Wahrnehmung um wichtige auch nonverbale Aspekte.


Die Ausdruckspsychologie versteht sich nicht als Ersatz für bewährte psycholo-gische Verfahren, sondern als sinnvolle Ergänzung im Rekrutierungsprozess. Sie lie-fert wertvolle Hinweise, wenn es darum geht, Charakter und Persönlichkeit eines Menschen besser zu erfassen, Talente und Begabungen zu erkennen sowie bislang unentdeckte Stärken und mögliche Herausforderungen sichtbar zu machen.


Jeder Mensch ist als individuelle Persönlichkeit zu verstehen und sollte in seiner Einzigartigkeit differenziert erfasst werden. Dies bildet eine wichtige Grundlage für Selbsterkenntnis und für die Entwicklung einer stabilen inneren Motivation.


Im Zeitalter der KI dürfte die Psycho-Physiognomik eine Renaissance erfahren, da die rein algorithmische Gesichtserfassung zu oberflächlich bleibt und jene men-schlichen Qualitäten vermissen lässt, die für die Beobachtung von Menschen ent-scheidend sind: Intuition, Bewusstsein und Empathie.



März 2026 / M. Straubinger, Physiognomiker



 
 
 

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​Physiognomische Psychologie

markus-e-straubinger.ch
Mitglied Physiognomische Gesellschaft Schweiz  PGS

 

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